{"id":174,"date":"2021-06-24T22:47:28","date_gmt":"2021-06-24T20:47:28","guid":{"rendered":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/?page_id=174"},"modified":"2021-06-24T22:47:28","modified_gmt":"2021-06-24T20:47:28","slug":"holzrueckung-mit-dem-seilkran","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/?page_id=174","title":{"rendered":"Holzr\u00fcckung mit dem Seilkran"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><a>Seilkrananlagen allgemein<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/v600.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Valentini 600 M 3 Raupe im Spreewald<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<ul><li>Maschinen, die das Holz mit Hilfe von Seilen (zumeist Stahl, seltener Kunststoff), bewegen, werden als Seilanlagen bezeichnet.<\/li><li>einfache Anlagen sind Seilwinden, die an einem Schlepper montiert werden k\u00f6nnen<\/li><li>Seilkranlagen dienen besonders in steilem Gel\u00e4nde der Holzr\u00fcckung<\/li><li>Kurzstreckenseilkran 150 &#8211; 300 m<\/li><li>Mittelstreckenseilkran 300 &#8211; 600 m<\/li><li>Langstreckenseilkran 600 &#8211; 1.000 m<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong><a>Seilkrananlagentypen<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Anbauseilkr\u00e4ne f\u00fcr Traktoren, Betrieb \u00fcber die Zapfwelle<\/li><li>f\u00fcr die Hang- und Horizontalbringung, mit eigenem Motor oder als selbstabst\u00fctzende Baggerversion<\/li><li>LKW-Unterbau, auch mit zus\u00e4tzlicher Anbringung eines Heckkrans<\/li><li>Raupenunterbau<\/li><li>H\u00e4nger<\/li><li>Gebirgsharvester<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong><a>Einsatzgebiete<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/s_400.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Koller K 300 Anbau<br>1987 im StFB Sachsenbrunn<sup> <a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/seilkran.htm#3\">*)<\/a><\/sup><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<ul><li>je nach Bauart in der Forst, in Industrieanlagen, im Bergbau<\/li><li>wo R\u00fcckepferde- und Traktoren nicht genutzt werden k\u00f6nnen, wegen der Gel\u00e4ndegegebenheiten (nasse Standorte, Hanglagen) oder um Bodenverfestigungen zu vermeiden (je nach Schutzkategorien, Zertifizierungen des Waldes)<\/li><li>oft die kosteng\u00fcnstigere Alternative zu Hubschraubern<\/li><li>Anschaffungskosten sind in Relation zu den Erl\u00f6sen zu setzen (je Meter Anlagenl\u00e4nge sollte mindestens 1 FM Holzertrag realisiert werden)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong><a>Gebirgsharvester<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/gebirgsharvester.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Gebirgsharvester<sup> <a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/seilkran.htm#2\">*)<\/a><\/sup><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<ul><li>auf LKW montierte mobile Seilkrananlagen mit einem zus\u00e4tzlichen Kranprozessor<\/li><li>Voraussetzung: f\u00fcr den LKW tragf\u00e4hige und gut ausgebaute Abfuhrwege mit Wende- und Holzlagerm\u00f6glichkeiten<\/li><li>der Kranprozessor des Gebirgsharvesters arbeitet die als Ganzb\u00e4ume nach oben transportierten (Nadel-) B\u00e4ume auf, entastet und schneidet sie zu Sortimenten und lagert diese hinter der Maschine und auf der B\u00f6schung ab.<\/li><li>kontinuierliche Holzabfuhr ist zwingend erforderlich<\/li><li>Solo-Kurzholz-LKW fahren r\u00fcckw\u00e4rts an den Gebirgsharvester heran und laden das heckseitig abgelagerte S\u00e4geholz auf<\/li><li>auf dem an der Wendestelle stehenden Anh\u00e4nger wird das geladene Holz umgeladen, der leere LKW dann erneut beladen<\/li><li>Nachteil: hoher organisatorischer Aufwand, Einsatz spezialisierter Firmen, zu erzielende Holzerntepreise zumeist nicht kostendeckend<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong><a>Seilkrananlagen vor 1990<\/a><\/strong><sup> <a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/seilkran.htm#4\">*)<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/koenigstein_srk2.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Waldarbeiter des StFB K\u00f6nigstein Bezirk Dresden mit Hochschleppwerk <sup>*)<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<ul><li>1952-1989 Einsatz der Schweizer Wyssen-Seilkrane: ausger\u00fcstet mit 24 mm \u00d8 Tragseil, die auf einem Schlitten befindliche Seilwinde mit 2.000 m Zugseil (9 mm \u00d8) und 16 PS-V-Motor (Luftk\u00fchlung) war immer an der Bergstation zu montieren. Bei Trassenneigungen unter 25 % mussten f\u00fcr das Tragseil teilweise Kunstst\u00fctzen errichtet werden, damit die 4-6 m langen S\u00e4gebl\u00f6cke bei der Talf\u00f6rderung frei an der Laufkatze h\u00e4ngen konnten.<\/li><li>Bereits 1953 wurden f\u00fcr k\u00fcrzere R\u00fcckeentfernungen tragseillose R\u00fcckesysteme bei der R\u00fcckung aus Blockfeldern oder Sumpfgebieten angewendet (Hochschleppwerk).<\/li><li>Der VEB Apparatebau und Maschinenfabrik Aschersleben hatte f\u00fcr den Ger\u00e4tetr\u00e4ger RS 09 als Zwischenachsanbau die Doppeltrommelseilwinde RW 606 mit 2 x 200 m Seil in einer Kleinserie gefertigt zur Verwendung als Hochschleppwerk.<\/li><li>ab 1963 Einsatz von 5 Universal-Kurzstreckenseilkrane VLu-4 aus Tschechien,<br>mit denen sowohl Langholz als auch Schichtholz ger\u00fcckt werden konnte. Bei einer<br>Trassenbreite von 2-3 m und einer Trassenl\u00e4nge bis 500 m konnten mit 4 Arbeitskr\u00e4ften 17-20 m3 pro Tag ger\u00fcckt werden. Der Originalantrieb der Seilkranwinde durch den Kleintraktor T4K-10 wurde auf den st\u00e4rkern Traktor IFA-Pionier (40 PS) umgestellt.<\/li><li>1974 im Bezirk Dresden Bildung der \u00fcberbetriebliche Arbeitsgemeinschaft zur Schaffung einer Seilr\u00fcckeanlage und Entwicklung der Seilr\u00fcckeanlage K\u00f6nigstein (SRK). Die Doppeltrommelseilwinde mit R\u00fcckholseil machte nun auch die Bergabr\u00fcckung im einfachen \u201eKopfhochverfahren\u201c (bei am Boden schleifenden Stammenden) m\u00f6glich. Verwendung fanden die Doppeltrommelseilwinde zum Traktorenanbau (MTS-82) und Baugruppen der Beladewinde BW-5 vom VEB Forsttechnik Oberlichtenau. Die gesamte Seilausr\u00fcstung mit Zubeh\u00f6r fertigte der forstliche Rationalisierungsmittelbau des Bezirkes Dresden.<\/li><li>Die Weiterentwicklung SRK-2 (16 St\u00fcck gebaut) hatte ein gr\u00f6\u00dferes Seilaufnahmeverm\u00f6gen der Winde und stufenlos regelbare Betriebsbremsen des R\u00fcckholseiles.<\/li><li>1977 erfolgten die ersten Holzbringungen mit Hubschraubern im Brockengebiet und im Spreewald<\/li><li>F\u00fcr k\u00fcrzere R\u00fcckeentfernungen wurden weitere tragseillose R\u00fcckesysteme durch Neuererl\u00f6sungen realisiert. Dieses Prinzip des Hochschleppwerks wurde mit der SRK-2 auf Blockfeldern und bei Bergabr\u00fcckung \u00fcber 150-180 m Entfernung im StFB K\u00f6nigstein realisiert. Mit dem \u00fcber Rollen laufenden R\u00fcckholseil wurde der Lasthaken am Zugseil schnell wieder auf die Fl\u00e4che gebracht.<\/li><li>1980 Import von 16 St\u00fcck der Kippmastanlagen Steyr KSK-16 (dreiachsiges LKW-Fahrgestelle mit 5 Seilwindentrommeln) aus \u00d6sterreich. Der Laufwagen konnte an jeder Stelle des Tragseiles arretiert und das Zugseil automatisch ausgespult werden.<\/li><li>1982\/83 Import von 21 St\u00fcck Kippmastseilkrane Koller K 300, Fahrgestell mit Kippmast, Abspannwinden, Seilwinden f\u00fcr Trag- und Zugseil, als Basismaschine kamen Traktoren der Reihe MTS-52\/82 zum Einsatz<\/li><li>1985 wurde die Kippmast-Seilr\u00fcckeanlage S 400 f\u00fcr den Bergauftransport als Anbauanlage f\u00fcr den Traktor ZT 300 von Forsttechnik Oberlichtenau vorgestellt. Die beiden von der Heckzapfwelle des ZT 300 angetrieben Seiltrommeln waren f\u00fcr Zug- und Tragseil bestimmt. F\u00fcr den Einsatz bei Bergabf\u00f6rderung wurde eine R\u00fcckholseilwinde frontal an den Traktor montiert und von der Frontzapfwelle angetrieben.<\/li><li>1988 wurden mit Seilkrananlagen 300 000 m\u00b3 Rohholz ger\u00fcckt, das entsprach 3% der gesamten Rohholzbereitstellung der DDR (1989)<\/li><li>1989 waren in 30 Staatsforstbetrieben 15 KSK 16, 21 Koller K 300, mehr als 40 S 400\/S 400 U, mehrere SRK K\u00f6nigstein und einige Wyssen Seilkr\u00e4ne im Einsatz<\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/berg_seilzug.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Kippmastanlagen Steyr KSK-16\/20 im StFB Gotha, Bezirk Erfurt, DDR<sup> <a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/seilkran.htm#1\">*)<\/a><\/sup><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><a>Einsatzgebiet Spreewald<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/spreewald.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Erlenbruchwald und Kanal im Spreewald<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<ul><li>Der Spreewald und die sich n\u00f6rdlich anschlie\u00dfenden Gebiete entstanden in der <a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weichsel-Kaltzeit\">Weichseleiszeit<\/a>. Der Oberspreewald selbst liegt vollst\u00e4ndig im <a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Glogau-Baruther_Urstromtal\">Baruther Urstromtal<\/a>, welches die Schmelzw\u00e4sser des Inlandeises nach Westen abf\u00fchrte.<\/li><li>Der Unterspreewald liegt in einer Talung, die entstand, als die Schmelzw\u00e4sser das Baruther Urstromtal nach Norden verlie\u00dfen.<\/li><li>Aufgrund der Lage in den Urstromt\u00e4lern ist die Landschaft des Spreewaldes extrem flach und nahezu eben. Lediglich einige D\u00fcnen, die nach dem Versiegen der Schmelzw\u00e4sser aus den Sanden aufgeweht wurden, ragen vor allem um L\u00fcbben und im Unterspreewald aus der Ebene auf.<\/li><li>Etwas erh\u00f6hte und daher nicht vermoorte Gebiete werden als <a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kaupe\">Kaupen<\/a> bezeichnet. Die vielen Nebenarme der Spree f\u00fchrten zum heutigen Landschaftsbild mit ausgedehnten Vermoorungen und der Bildung des Klocks (<a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Auelehm\">Auelehm<\/a>), der Boden ist vom Grundwasser st\u00e4ndig beeinflusst und besteht au\u00dferhalb der Kaupen zu 30 cm &#8211; 100 cm aus organischem Material \u00fcber dem Mineralboden (Auen\u00fcberflutungsmoor).<\/li><li>Die vielen nat\u00fcrlichen Flie\u00dfe und k\u00fcnstlich angelegten Kan\u00e4le haben eine Gesamtl\u00e4nge von \u00fcber 1575 Kilometern, Hochwasserst\u00e4nde mit flie\u00dfendem Wasser sind im Winter die Regel.<\/li><li>In den letzten Jahren kam es zudem zu Sommerhochwasserst\u00e4nden mit stehendem Wasser, was zum Absterben von etwa 270 ha Schwarzerlenbestand f\u00fchrte.<\/li><li>Das <a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Biosph\u00e4renreservat%20Spreewald?1=\">Biosph\u00e4renreservat Spreewald<\/a> hat einen Schwarzerlenbestand von rund 2600 ha. Die Niederungsw\u00e4lder der Naturschutzgebiete Innerer Ober- bzw. Unterspreewald bestehen zu 25 % der Waldfl\u00e4che aus Totalreservat, zu 75 % aus Naturschutzgebieten.<\/li><li>Der Landeswald (6000 ha) umfasst zudem 2000 ha <a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Programme_for_the_Endorsement_of_Forest_Certification_Schemes\">PEFC<\/a> zertifizierte Fl\u00e4che, auf welcher aus Bodenschutzgr\u00fcnden die \u00fcbliche radgetriebene R\u00fccketechnik nicht angewendet werden kann.<\/li><li>Holzeinschlagsverbot in mehrschichtigen Best\u00e4nden in der Brutperiode vom 15. April bis 15. Juni eines Jahres<\/li><li>die Schleiftrassen schlie\u00dfen sich durch N\u00e4sse und Vegetation innerhalb von 4 Monaten selbst<\/li><li>Bereits vor 1990 wurde auf den Nassstandorten im Erlenbestand des Spreewaldes mit der Kippmastanlage Steyr KSK-16 das Holz ger\u00fcckt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong><a>Mobile Seilkrananlage im Spreewald<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>2007\/2008 Kauf eines speziell f\u00fcr die Spreewaldbereiche konfigurierten<br>Seilkranes Valentini V 600 M 3 mit Raupenfahrwerk vom Maschinenhandel Franz Hochleitner<\/li><li>Ausstattung mit 800 Metern Tragseil, um Holz in der Ebene \u00fcber eine effektive Entfernung von maximal 730 m bodenschonend zu r\u00fccken.<\/li><li>Hauptproblem f\u00fcr die Seilkrananlage war der die spezielle Anpassung f\u00fcr den Aufbau auf der Ebene<\/li><li>etwa 20t Gesamtgewicht, 260 PS Motor mit 4 Gasstufen, Unterbau mit verbreiterten Ketten, 3 Windenanlage, Teleskopturm (Gesamth\u00f6he 13 m, sieben Elemente), Computer gesteuert, Funksteuerung mit Zielautomatik bestehend aus Sendern und Empf\u00e4ngern<\/li><li>Trag-, Zug-, und R\u00fcckholseilwinde bef\u00f6rdern den Laufwagen<\/li><li>bedient von 2 Forstarbeitern (Maschinenf\u00fchrer und Anschl\u00e4ger)<\/li><li>geringer Verschlei\u00df, innerhalb 3 Jahren einmalige Erneuerung des Zug- und R\u00fcckholseilseiles, Ersatz der Seill\u00e4ngen, welche beim Umseilen abgetrennt wurden, Akku der Funkger\u00e4te, Schekel, Schockerseile<\/li><li>Schreitharvester Menzi-Muck A 91 Forst, mit Allradantrieb und Harvesterkopf Woody 50, bedient von einem Forstarbeiter<\/li><li>an Stelle des Harvesterkopfes stehen verschiedene L\u00f6ffel und Greifer zur Verf\u00fcgung, so dass das Baggern von L\u00e4ngsrabatten im Rahmen der k\u00fcnstlichen Verj\u00fcngung der Erle sowie das R\u00e4umen der Spreewaldflie\u00dfe m\u00f6glich sind<\/li><li>zus\u00e4tzliche Ausstattung mit einer funkferngesteuerten 7-Tonnen-Seilwinde \u201eAdler\u201c (70 m Seil) am ersten Auslegersegment des Kranarmes um bei einzelnem Einsatz der Maschine auch Seilarbeiten im Rahmen der Verkehrssicherung durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen<\/li><li>Forwarder Ponsse Wisent, bedient von einem Forstarbeiter<br>Gesamtwert von Schreitharvester, R\u00fcckezug und der Seilkrananlage 1,2 Mio. \u20ac<\/li><li>Anzusetzende Kosten f\u00fcr Forstarbeiter und Technik die im Einsatz: 7,20\u20ac pro FM Holzernte, 20\u20ac pro FM f\u00fcr die Seilkrananlage, 10,50\u20ac pro FM f\u00fcr den Schreitharvester, 7,30\u20ac pro FM f\u00fcr den R\u00fcckezug, Gesamtkosten pro FM 45\u20ac<\/li><li>Mit der speziell angefertigten Pontonbr\u00fccke (Jetfloat) wird die Seilkrananlage \u00fcber Kan\u00e4le gesetzt, Tragkraft 70 t, f\u00fcr den Aufbau der 2 Lagen wird etwa ein Tag ben\u00f6tigt.<\/li><li>Element: 1m lang, 50cm hoch, 50cm breit, Gewicht 11kg, flutbar \u00fcber Ventil<\/li><li>sortenreines Material (Lupolen 5261 Z (BASF)), dadurch keine Wartung, kann durch Selbstmontage montiert werden, ist von -60\u00b0C bis 80\u00b0C einsetzbar<\/li><li>Sonderanfertigung sind die Spurmattenauflagen<\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/pontonbruecke.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Pontonbr\u00fccke mit Spurmattenauflage <sup><a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/seilkran.htm#6\">*)<\/a><\/sup><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><a>Aufbau der Anlage<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-twentytwentyone-border\"><img loading=\"lazy\" width=\"302\" height=\"400\" src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/image-1.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-181\" srcset=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/image-1.jpeg 302w, http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/image-1-227x300.jpeg 227w\" sizes=\"(max-width: 302px) 100vw, 302px\" \/><figcaption>Schema des Seilkranaufbaus, <a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/seilkran_schema-2.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">f\u00fcr Vergr\u00f6\u00dferung bitte Bild klicken<\/a> *)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<ul><li>Trasse wird mit Taschenkompass eingemessen, max. m\u00f6gliche Abweichung 2\u00b0<\/li><li>Sattelb\u00e4ume und Endmast werden markiert, dann wird die Trasse geschlagen, ebenso Randb\u00e4ume die zur Trasse h\u00e4ngen<\/li><li>B\u00e4ume am Rand werden mit Stammfu\u00df zur Trasse geschlagen, der Rest mit Krone zur Trasse<\/li><li>Breite der Schleiftrasse etwa 3 m, daraus resultierender Gassenabstand von 80 m<\/li><li>Tragseil L\u00e4nge: 800 m lang, 22mm \u00d8 (hochverdichtet, mit Seele), rund 12 t Zuglast<\/li><li>Eigenenwicklung ist die 25 m lange Tragseilverl\u00e4ngerung (22 mm \u00d8): 40 m hinter dem Endmastbaum wird an zwei Ankerb\u00e4ume nach hinten abgespannt, um den Mangel an starken Endmastb\u00e4umen auszugleichen und die Zuglast zu verteilen<\/li><li>Zugseil: 800 m lang, 12mm \u00d8 (hochverdichtet), Zuglast der Zugseilwinde 4 t<\/li><li>Verschlei\u00dfseilspeicher von 90 m L\u00e4nge<\/li><li>Laufwagen, hat wie die Zugseilwinde eine automatische Sicherung und Zielautomatik<\/li><li>R\u00fcckholseil 1600 m lang, 11mm \u00d8, uml\u00e4uft die Fl\u00e4che 40-50 m von der Trasse entfernt<\/li><li>Montageseil 1600 m lang, 5mm \u00d8 (Dunemaseil), wird von der Anlage aus \u00fcber Umlenkrollen um die Arbeitstrasse zur R\u00fcckholtrasse montiert<\/li><li>Sattelbaum ben\u00f6tigen mind. 15-20cm \u00d8 an der Stelle wo das Halteseil befestigt wird,<\/li><li>Seilmontage auf gleicher H\u00f6he wie die Masth\u00f6he des Krans, um den \u00dcberschlag des Sattels zu verhindern<\/li><li>erster Sattelbaum max. 250 m vom Kran entfernt<\/li><li>Aufbau des Sattels ungef\u00e4hr dauert etwa 3 Std, bei eingearbeiteten Teams 1 &#8211; 1 \u00bd Std.<\/li><li>mit der Montageseilwinde wird der \u00dcberfahrsattel mit dem darauf<br>montierten Tragseil zur Montagestelle am Baum hinaufgezogen (Gewicht rund<br>500 kg ), die Abstimmung erfolgt \u00fcber Handfunkger\u00e4te zwischen Bodenpersonal und dem Windenf\u00fchrer auf dem Seilkran<\/li><li>Voraussetzung des Montageteams ist die Ausbildung aller zum Forstmaschinenf\u00fchrer und Zapfenpfl\u00fccker<\/li><li>k\u00f6rperlich sehr schwere Arbeit im Baum, der Montierende befindet sich 1-3 Std. auf dem Baum<\/li><li><a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/harzung.htm\"><\/a><a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/tragseilverlaengerung.jpg\"> Abspannseil <\/a>dient als Verl\u00e4ngerung \u00fcber Gr\u00e4ben und D\u00e4mme und zur Zuglastverteilung<\/li><li>Holzeinschlag motormanuell, Ast- und Kronenholz verbleibt auf der Fl\u00e4che<\/li><li>Ganzbaumr\u00fcckung mit dem Valentini, Harvester am Hauptweg zum Zers\u00e4gen der St\u00e4mme in die einzelnen Sortimente, dort R\u00fcckung und Transport des Holzes durch einen Forwarder oder Entnahme des Holzes aus dem Flie\u00df beim Fl\u00f6\u00dfen in den Holzhafen<\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video controls src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/rueckung.mp4\"><\/video><figcaption>auf dem Video ist die R\u00fcckung des Holzes zur Trasse&nbsp; mit dem Valentini 600 M 3 zu sehen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video controls src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/holz-transport.mp4\"><\/video><figcaption>auf dem Video ist die R\u00fcckung des Holzes zur Trasse\u00a0 mit dem Valentini 600 M 3 zu sehen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><a>Unfallverh\u00fctungsvorschriften<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/laufwagen.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>R\u00fcckung mit dem Valentini 600 M 3 auf der Trasse<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<ul><li><a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/publikationen.dguv.de\/dguv\/pdf\/10002\/i-8598.pdf\">Sicherer Betrieb forstlicher Seilkrananlagen (<\/a>GUV I-8598 vom Mai 2003)<\/li><li>Einrichtungen f\u00fcr die mobilen Seilkran- und Seilbahnanlagen m\u00fcssen nach dieser Schrift und im \u00dcbrigen den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechend beschaffen sein, betrieben und gepr\u00fcft werden. Abweichungen sind zul\u00e4ssig, wenn die gleiche Sicherheit auf andere Weise gew\u00e4hrleistet ist<\/li><li>Pers\u00f6nliche Schutzausr\u00fcstungen: K\u00f6nnen Gefahren nicht mit technischen betriebstechnischen Ma\u00dfnahmen abgewendet werden, hat der Unternehmer geeignete Pers\u00f6nliche Schutzausr\u00fcstung gem\u00e4\u00df \u00a7 29 Abs. 1 UVV \u201eGrunds\u00e4tze der Pr\u00e4vention\u201c (GUV-V A1) zur Verf\u00fcgung zu stellen. Diese sind von den Besch\u00e4ftigten zu benutzen.<\/li><li><a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.lsv.de\/mod\/010_praevention\/uv11_vsg\/vsg_4_3_v.pdf\">Unfallverh\u00fctungsvorschrift Forsten VSG<\/a> 4.3 vom 1.12.1992 Stand 14.12. 2007<\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/sattel.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Sattel am Sattelbaum<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Besonderer Dank f\u00fcr die fachliche Beratung zum Seilkran Valentini im Spreewald an Koordinator Forstwirtschaftsmeister Bernd Reimann, Landeswaldoberf\u00f6rsterei L\u00fcbben<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/erlenpolter.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Erlenpolter<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Quellen:<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:15px\"><sup><a>*) <\/a><\/sup>Bild: Bundesarchiv 183-1988-0307-007<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:15px\"><sup><a>*) <\/a><\/sup>Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:15px\"><sup><a>*)<\/a><\/sup> Bundesarchiv Bild 183-1987-0507-026, StFB Sachsenbrunn, Bergen von Holz<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:15px\"><sup>*) <\/sup>Bild: Bundesarchiv 183-W1126-0005 ADN-ZB H\u00e4\u00dfler: 26.11.1980 Bezirk Dresden<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:15px\"><sup><a>*)<\/a> <\/sup>Bild: Koordinator Forstwirtschaftsmeister Bernd Reimann, Landeswaldoberf\u00f6rsterei L\u00fcbben<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:15px\"><sup><a>*)<\/a> <\/sup>Bild entnommen und nachbearbeitet aus der GUV I-8598 <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/publikationen.dguv.de\/dguv\/pdf\/10002\/i-8598.pdf\" rel=\"noreferrer noopener\">Sicherer Betrieb forstlicher Seilkrananlagen<\/a><br><sup><a>*)<\/a> <\/sup>Eberswalder Forstliche Schriftenreihe Band 48; Technik f\u00fcr den Wald; Eine Retrospektive zur Entwicklung der forstlichen Verfahrenstechnik und Mechanisierung in der DDR; Herausgeber: Ministerium f\u00fcr Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) des Landes Brandenburg; Landesbetrieb Forst Brandenburg 2011<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:15px\"><sup>*)<\/sup> Eberswalder Forstliche Schriftenreihe Band 17; Die Schwarz-Erle (Alnus glutinosa [L.] GAERTN.) im nordostdeutschen Tiefland. Herausgeber: Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung des Landes Brandenburg, Referat Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit; Landesforstanstalt Eberswalde, 2003<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:15px\">Wikipedia, Wikimedia<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/7\/79\/CC_some_rights_reserved.svg\/90px-CC_some_rights_reserved.svg.png\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/1\/11\/Cc-by_new_white.svg\/24px-Cc-by_new_white.svg.png\" alt=\"Namensnennung\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/2\/29\/Cc-sa.svg\/24px-Cc-sa.svg.png\" alt=\"Weitergabe unter gleichen Bedingungen\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seilkrananlagen allgemein Maschinen, die das Holz mit Hilfe von Seilen (zumeist Stahl, seltener Kunststoff), bewegen, werden als Seilanlagen bezeichnet. einfache Anlagen sind Seilwinden, die an einem Schlepper montiert werden k\u00f6nnen Seilkranlagen dienen besonders in steilem Gel\u00e4nde der Holzr\u00fcckung Kurzstreckenseilkran 150 &#8211; 300 m Mittelstreckenseilkran 300 &#8211; 600 m Langstreckenseilkran 600 &#8211; 1.000 m Seilkrananlagentypen Anbauseilkr\u00e4ne&hellip; <a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/?page_id=174\"><span class=\"screen-reader-text\">Holzr\u00fcckung mit dem Seilkran<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":105,"menu_order":8,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/174"}],"collection":[{"href":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=174"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/174\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":187,"href":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/174\/revisions\/187"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/105"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=174"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}