{"id":118,"date":"2021-06-24T16:36:08","date_gmt":"2021-06-24T14:36:08","guid":{"rendered":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/?page_id=118"},"modified":"2021-06-24T16:39:29","modified_gmt":"2021-06-24T14:39:29","slug":"harzung","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/?page_id=118","title":{"rendered":"Harzung"},"content":{"rendered":"\n<p>von Pechern, Pichern, Pechscharrern, Theerbrennern und Harzern<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized is-style-twentytwentyone-border\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/harztasche.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"300\"\/><figcaption>nat\u00fcrliche Harztasche im Fichtenholz<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<ul><li>Harz enth\u00e4lt ca. 2,2 bis 6,4 % Schmutz, 5,0 bis 8,8 % Wasser, 13,4 bis 18,3 % <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Terpentin\" rel=\"noreferrer noopener\">Terpentin<\/a>, der Restprozentsatz ist <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kolophonium\" rel=\"noreferrer noopener\">Kolophonium<\/a><\/li><li>Bei der Destillation zerf\u00e4llt Harz in Kolophonium und <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Terpentin\u00f6l\" rel=\"noreferrer noopener\">Terpentin\u00f6l.<\/a><\/li><li>Bereits bei den alten Griechen und R\u00f6mern wurde&nbsp;Baumsaft (<em>Terpentin, Balsam<\/em>) verschiedener <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Abies\" rel=\"noreferrer noopener\">Abies<\/a>-, <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pinus\" rel=\"noreferrer noopener\">Pinus<\/a>&#8211; und <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pistacia\" rel=\"noreferrer noopener\">Pistacia<\/a>-Arten als Heilmittel genutzt.<\/li><li>Das fl\u00fcssige Harz war allgemein als <em>&#8222;Terpenthin&#8220; <\/em>bekannt,getrocknet als <em>&#8222;Fichtenharz&#8220; <\/em>oder<em> &#8222;gemeines Harz&#8220; <\/em><sup>&nbsp;<a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/harzung.htm#Terpentin\">(3<\/a><\/sup><\/li><li>Kolophonium ist eine feste bernsteinartige Masse, welche von den alten Griechen zur Kalfaterung (=L\u00fcckenf\u00fcller zwischen den Schiffsplanken) im Schiffsbau verwendet wurde. Der Name leitet sich von der ehemals griechischen Stadt Kolophon ab,&nbsp; die 400 v. u. Z. Handelsplatz f\u00fcr dieses Harzprodukt war.<\/li><li>In Deutschland geh\u00f6rte zur Nutzung des Waldes auch ein <em>Harzscharrrecht <\/em><sup><a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/harzung.htm#Harzscharrrecht\">(<\/a> <\/sup><a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/harzung.htm#Harzscharrrecht\"><sup>1<\/sup><\/a>. welches Scharrzeiten in den nahezu haubaren Best\u00e4nden auswies. Dieses ging zumeist mit der <em>Teerschwelereigerechtigkeit <\/em><sup><a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/harzung.htm#Harzscharrrecht\">(<\/a> <\/sup><a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/harzung.htm#Harzscharrrecht\"><sup>2<\/sup><\/a> einher, um durch Sieden <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pech_(Stoff)\" rel=\"noreferrer noopener\">Pech<\/a> zu gewinnen.<\/li><li>Bereits 1640 wurden im Kirchbuch von Markgrafpieske die beiden &#8222;Theerbrenner&#8220; Matthias Stein und Christophorus Voigt &#8222;auf dem Hangelsberg&#8220; genannt.<\/li><li>Kolophonium war zur Herstellung von Schmiermitteln und Harzseifen unersetzlich.<br><em>&#8222;Schmiergeld&#8220;<\/em>&#8211; Zahlungen hatten im Postkutschenalter noch die Bedeutung der Abgabe zum Kauf von Kolophonium <em>&#8222;Wer gut schmiert, der gut f\u00e4hrt&#8220;<\/em> ist ein altes Sprichwort mit neuer Bedeutung in der modernen Zeit.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized is-style-twentytwentyone-border\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/harztasche1.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"300\"\/><figcaption>nat\u00fcrliche Harztasche im Fichtenholz, ge\u00f6ffnet<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die <strong>Methoden der Gewinnung<\/strong> \u00e4nderten sich in den Jahrhunderten, war auch von Land zu Land den Gegebenheiten angepasst. Im Wesentlichen unterscheidet man drei Methoden:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/harzung.htm#Lebendharzung\">Lebendharzung<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Harzung von gef\u00e4llten B\u00e4umen:<\/p>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/harzung.htm#Extraktion von Kiefernstockholz\">Extraktion von Kiefernstockholz<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/harzung.htm#Tall\u00f6ldestillation\">Tall\u00f6ldestillation im Sulfatzellstoffverfahren<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Hauptbaumarten zur Harzung :<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Pinus silvestris in der ehemaligen\u00a0 DDR (mit niedrigen Ertr\u00e4gen im Vergleich zu anderen Kiefernarten und geographischen Breiten), aber auch in Russland, Polen und Bulgarien<\/li><li>Pinus nigra in \u00d6sterreich (mit wesentlich h\u00f6heren Ertr\u00e4gen)<\/li><li>Pinus maritima (pinaster), Seestrandkiefer auch Pinus palustris in Frankreich, Portugal und Spanien<\/li><li>Pinus elliottii, plantagenm\u00e4\u00dfig in Brasilien<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Werkzeuge:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>B\u00fcgelschaber zum R\u00f6ten<\/li><li>Dechseleisen (Dexel)<\/li><li>verschiedene Risser und Hobel, z.B. <em>Wiener Hobel<\/em><\/li><li>Hobel f\u00fcr Tropfrinne (mitunter am Hammer angebracht)<\/li><li>Tropfrinne wird gleich nach dem R\u00f6ten angebracht, dann wird der Topfhalter eingeschlagen<\/li><li>Topfhalter f\u00fcr 2 Halterichtungen und als F\u00fchrungsblech f\u00fcr das ablaufende Harz<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Verschiedene Werkzeuge der Pecherei aus dem Raum um Hernstein im s\u00fcdlichen Nieder\u00f6sterreich:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized is-style-twentytwentyone-border\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/pecherwerkzeug.jpg\" alt=\"\" width=\"399\" height=\"300\"\/><figcaption>Das Bild gibt die nat\u00fcrlichen Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnisse der einzelnen Werkzeuge zueinander<br>(mit Ausnahme des vergr\u00f6\u00dfert dargestellten Rowischs) richtig wieder.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<ol><li>Rowisch,<\/li><li>Schartenhobel,<\/li><li>Schrott- oder Mondhackl,<\/li><li>Anzeschhacke,<\/li><li>Rintler (R\u00f6teleisen),<\/li><li>F\u00fcrhackdexel,<\/li><li>F\u00fcrhackhacke,<\/li><li>Anschlaghammer,<\/li><li>Pechnagel,<\/li><li>Anschlageisen,<\/li><li>Pl\u00e4tzdexel,<\/li><li>Hobel,<\/li><li>Ritzer,<\/li><li>Pechkrickel,<\/li><li>Pechscherreisen<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p><a><strong>Lebendharzung<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized is-style-twentytwentyone-border\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/harztopf.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bei der <em>Scharrharzgewinnung<\/em>\u00a0 wurde erstarrtes Harz von nat\u00fcrlichen Wunden abgekratzt, sp\u00e4ter wurden die B\u00e4ume k\u00fcnstlich verwundet (<em>Flussharzgewinnung<\/em>). Da es auch zum Abbrennen der Borke und damit zum vorzeitigen Absterben des zu nutzenden Baumes kam, oder durch zu tiefe Wunden die B\u00e4ume an <a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stockf\u00e4ule\">Stockf\u00e4ule<\/a> erkrankten und abstarben, wurde u. a. in Kurbayern bereits 1763 <sup><a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/harzung.htm#Pechlermandat\">(4<\/a><\/sup> ein <em>Pechlermandat<\/em> erlassen. In diesem war die Art und Weise der Gewinnung und das dabei zu nutzende Werkzeug genauestens beschrieben, um die B\u00e4ume zu schonen und ihre l\u00e4ngere Nutzungsdauer zu garantieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/laerchescharrharz.png\" alt=\"\" height=\"300\"\/><figcaption>L\u00e4rchenscharrharz<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<ul><li><strong>R\u00f6ten <em>(<\/em><\/strong><em>Zeschen<\/em><strong><em>)<\/em>:<\/strong> In der Vegetationsruhe wurde die grobe Borke mit dem B\u00fcgelschaber (<em>R\u00f6teeisen<\/em>) m\u00f6glichst gleichm\u00e4\u00dfig etwa 2 mm stark auf der zu harzenden Fl\u00e4che (<em>Lachte<\/em>) entfernt, bis eine hell r\u00f6tlich gef\u00e4rbte Rindenschicht auf dem Splint zur\u00fcck blieb.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul><li><strong>Ziehen der Topfrinne:<\/strong> Nach dem R\u00f6ten wurde mit dem <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dechsel%20(Werkzeug)\" rel=\"noreferrer noopener\">Dexel<\/a> in der Mitte der Lachte eine Topfrinne, am Grunde der Lachte eine grubenartige H\u00f6hlung (<em>Grandl oder Schrott<\/em>) alle 10mm und einer Tiefe von 3mm f\u00fcr 1 Jahr gezogen. In ihr flie\u00dft das Harz aus den Schnittrillen in diese Grube, am unteren Rand mit einem Vorsatzblech versehen, oder in den Harztopf.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul><li><strong>Rei\u00dfen:<\/strong> Beim Rei\u00dfen (<em>dexeln, pl\u00e4tzen<\/em>) wurden die eigentlichen 3 mm tiefen Schnittrillen angelegt, die rechts und links nach oben laufen und den Lachten geharzter B\u00e4ume ihr typisches &#8222;fischgr\u00e4tenartiges&#8220; Aussehen geben. Der optimale Risswinkel betr\u00e4gt 40 \u00b0. Nach 36 \u2013 48 Stunden versiegt der Harzfluss, so muss alle 4-7 Tagen nachgeschnitten werden.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Das Rei\u00dfen war eine k\u00f6rperlich anstrengende T\u00e4tigkeit (Kraftaufwand\/Riss entspricht etwa dem Stemmen einer Masse von 7,5 kg).<\/p>\n\n\n\n<p>Bei jedem Rei\u00dfen wurden 2 neue Risse angebracht, dazwischen befinden sich Risspausen, sie erm\u00f6glichten, das sich Harz in den Harzkan\u00e4len nachbildet.<\/p>\n\n\n\n<p>Pro Jahr, je nach Witterung von Ende April bis Anfang Oktober wurden 22 bis 26 Risse angebracht. Kiefern kurz vor Umtriebszeit geharzt, konnten so 5 bis 6 Jahre geharzt werden, die Harzernte des Baumes wurde max. 12 Jahren nach Beginn abgeschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p>Etwa 1\/3 des Stammumfanges blieb beim Rei\u00dfen als <em>Lebensstreifen<\/em> unber\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<ul><li><strong>Sch\u00f6pfen:<\/strong> Sch\u00f6pfen nennt der Harzer das Leeren der Harzt\u00f6pfe. Es erfolgte nach 4 bis 6 Rissen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Harzproduktion ab dem 17. Jahrhundert<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Harzung.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-121\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Harzung.jpg 520w, http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Harzung-300x232.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 520px) 100vw, 520px\" \/><figcaption>Pechbaum: 1 Rinde, 2 Lachte, 3 Pechscharten, 4 La\u00df, 5 Leben, 6 Schnabel, 7 Pechh\u00e4ferl, 8 Nagel<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<ul><li>Massiver Handel mit Harzprodukten setzte bereits im 17. Jahrhundert ein.<\/li><li>Im s\u00fcd\u00f6stlichen Nieder\u00f6sterreich nutzten die Pecher (<em>Pechhacker<\/em>) das Harz der Schwarzkiefer (<em>Scharzf\u00f6hre<\/em> = Pinus nigra subspezies nigra var. austriaca) entlang der <a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Thermenlinie\">Thermenlinie<\/a> und im <a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wiener_Becken\">Wiener Becken<\/a>. Die im 18. Jahrhundert angelegten F\u00f6hrenw\u00e4lder sind pr\u00e4gend f\u00fcr die Landschaft.<\/li><li><em>Pechbauern<\/em> bearbeiteten eigene B\u00e4ume, <em>Pachtpecher<\/em> gingen in fremden W\u00e4ldern der Saisonarbeit von April bis September nach. Gewonnenes Harz wurde gesammelt und in die Pechsiederei gebracht. Ein Pecher ben\u00f6tigte f\u00fcr seinen Lebensunterhalt das Harz von 2.500 bis 3.000 B\u00e4umen, gute Pecher schafften bis zu 5.000.<\/li><li>Der Pecher war mit Schurz und Schulterschutz bekleidet mit der Leiter unterwegs, um den Becher in immer gr\u00f6\u00dferer H\u00f6he anzubringen. T\u00e4glich bearbeitet der Pecher 600 bis 1000 St\u00e4mme mit dem Dexel oder Hobel.<\/li><li>Da das <em>Grandlverfahren<\/em> &#8211; das <em>Grandl <\/em>war am Grunde der <em>Lachte<\/em> eine grubenartige H\u00f6hlung zum Auffangen des Balsams &#8211; unwirtschaftlich und holzsch\u00e4digend war, wurde im 1. Weltkrieg das <em>Zapfbecherverfahren<\/em> eingef\u00fchrt. Das Grandl ersetzte man durch ein Ton-, Glas- oder Eternitgef\u00e4\u00df mit Deckel. Es wurde durch einen Nagel und einer Nut unterhalb der Verwundung befestigt.<\/li><li>Der letzte Harzverwertungsbetrieb Mitteleuropas und weltweit der einzige, der das Harz von Schwarzf\u00f6hren verarbeitet, ist der <em>Pecherhof Hernstein<\/em>.<\/li><li>1960 gab es 750.000 Pechb\u00e4ume, heute werden 4.000 Kiefern genutzt.<\/li><li>Rund 7.000 Familien haben in den 1960ern von der Harzgewinnung gelebt, 2011 gab es in \u00d6sterreich noch 8 Berufspecher.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Harzproduktion im 20. Jahrhundert<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/TurpentineWorkers1912.jpg\" alt=\"\" height=\"300\"\/><figcaption>&#8222;Dipping and scraping pine trees. Turpentine industry in Florida.&#8220; Postkarte von 1912<br>Amerikanisches Verfahren, bei dem die R\u00e4nder des Risses mit dem Rei\u00dfhaken aufgefrischt wurden, indem man w\u00f6chentlich neue Risse l\u00fcckenlos aneinander reihte.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<ul><li>Eine\u00a0planm\u00e4\u00dfige Kiefernharzgewinnung war in Deutschland bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges nicht bekannt, erst 1916 wurde die Kiefernharzung wegen der Handelssanktionen infolge Kriegsausbruches eingef\u00fchrt, da Deutschland von der Einfuhr von <a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kolophonium\">Kolophonium<\/a> und Terpentin\u00f6l abgeschnitten war.<\/li><li>1917 ergab der nur 80 ha gro\u00dfe Potsdamer Forst bei 24.000 B\u00e4umen trotz ung\u00fcnstiger Witterung eine Ernte von 20.000 kg Harz.<\/li><li>Nach 1926 nur noch vereinzelt fortgesetzt, wurde die Kiefernharzung in gr\u00f6\u00dferem Umfang w\u00e4hrend des 2. Weltkrieges wieder aufgenommen und f\u00fchrte zur Einrichtung des <em>Reichsharzamtes<\/em> als Nachfolger des <em>Harzamtes des Reichsforstmeisters<\/em>.<\/li><li>Baumharze wurden in Siedereien zu Pechen verarbeitet, sp\u00e4ter erfolgte die Gewinnung durch Destillation von Kolophonium und Terpentin\u00f6l.<\/li><li>durchschnittliche j\u00e4hrliche Harzproduktion in der DDR rund 12.000 t auf etwa 30.000 ha Waldfl\u00e4che = Kolophoniumproduktion von 8.000 t, ben\u00f6tigt wurden aber 18.000 t Kolophonium in der DDR<\/li><li>weltweit wurden ca. 1,3 Mio. t Kolophonium produziert<\/li><li>Harzung \u00fcberall dort wo nennenswerte Kiefernbestockung vorhanden war, im StFB Eberswalde lag das Plansoll z. B. bei 375 t\/Jahr<\/li><li>f\u00fcr 1 t Rohharz wurde beim Verkauf an den zuletzt einzigen noch existierenden\u00a0 Verarbeitungsbetrieb, der 1795 gegr\u00fcndeten <a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.pechpiering.de\/\">Pechsiederei Piering<\/a> in Eich (Vogtland) ein Festpreis von 5134.- Mark gezahlt<\/li><li>Im Gegensatz zu Kiefernharz, f\u00fcr das 5,13 DM\/kg gezahlt wurde, zahlte Zeiss 177 DM\/kg f\u00fcr L\u00e4rchenharz.<\/li><li>1 t Kolophonium brachte als Endprodukt auf Weltmarkt nur 800 bis 1000.- DM (in s\u00fcdlichen L\u00e4ndern gab es ergiebigerer Kiefernarten mit einer l\u00e4ngeren und klimatisch g\u00fcnstigeren Harzungssaison, zudem enorme Lohngef\u00e4lle)<\/li><li>im Jahre 1989 mit geharzter Kiefer bestockte Fl\u00e4che in Brandenburg 20.905 ha<\/li><li>ab Mitte 1990 Einstellung der Harzproduktion, da unrentabel geworden, bereits seit Mitte des 20. Jahrhunderts verdr\u00e4ngte die chemische Synthese von Kunstharzen und L\u00f6semitteln die teureren Harzprodukte zunehmend auf dem Weltmarkt<\/li><li>im Jahre 2000 sank die Fl\u00e4che mit geharzter Kiefer auf 18.010 ha<\/li><li>wegen Kahlschlagbetriebseinstellung, Einschlagsr\u00fcckgang und der Zuwachs an den verbleibenden Best\u00e4nden, Verl\u00e4ngerung der Umtriebszeiten und Nutzungsbeschr\u00e4nkungen durch Naturschutz werden im Jahre 2024 noch ca. 150.000 m\u00b3 geharztes Kiefernholz in den W\u00e4ldern vorhanden sein <sup><a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/harzung.htm#DDR\">(9<\/a><\/sup><\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/Bundesarchiv_Bild_183-28846.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>10.2.1955 im Revier Platz, StFB Hangelsberg. Revierf\u00f6rster Fiedler und Waldarbeiter Karl Melchert.<br>Jeder Stamm der 32.000 achtzigj\u00e4hrigen Kiefern lieferte im Jahr 1 kg Harz.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Verfahren:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Im <strong>Splettst\u00f6\u00dferschen Fischgr\u00e4tenverfahren, <\/strong>entwickelt 1917 durch den Landesforstmeister Dr. Arnold Splettst\u00f6\u00dfer (<sup>* <\/sup>1898), wurde etwa fingerbreit unterhalb oder oberhalb des ersten Schnittes in regelm\u00e4\u00dfiger Wiederholung mit Pausen von einigen Tagen ein neuer Riss angebracht, aus dem das Harz in gleicher Weise wie beim ersten Schnitt ablief und aufgefangen wurde. Die Lachte bildet dabei keine zusammenh\u00e4ngende, sondern eine durch unverletzte Rindenstreifen unterbrochene Fl\u00e4che. \u00dcber einen Harztropfer gelangt der Baumsaft in ein Sammelgef\u00e4\u00df oder es wurde ein Vorsatzblech eingeschlagen. <sup><a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/harzung.htm#splettstoesser\">(10<\/a><\/sup><\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/splettstoesser.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-122\" height=\"300\"\/><figcaption>Splettst\u00f6\u00dfersches Fischgr\u00e4tenverfahren, links mit Harztropfer, rechts mit Vorsatzblech<br><sup><a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/harzung.htm#splett\">(6<\/a><\/sup><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<ul><li>Im <strong>Choriner Verfahren <\/strong>(steigend oder fallend ),entwickelt von Forstmeister <a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Max_Kienitz\">Dr. Dr. e. h. Max Kienitz <\/a>(1849-1931), wurde die fl\u00e4chige Bearbeitung der Lachte zugunsten tieferer Risse aufgegeben und das Harz am Ende einer Tropfrinne in einem gebogenen Blech, dem \u201eSchwalbennest\u201c, gesammelt, das in den Stamm eingeschlagen wurde. Die fallende Harzung hat durchschnittlich 10 bis 12 % h\u00f6here Ertr\u00e4ge als die steigende Harzung. Harz flie\u00dft hierbei aus bis zu 1 m entfernten Gebieten zur Wunde hin, vornehmlich aber vom Stammfu\u00df kommend. <sup><a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/harzung.htm#splett\">(6<\/a><\/sup><\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/choriner.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-123\" height=\"300\"\/><figcaption>Choriner Verfahren<br><sup><a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/harzung.htm#splett\">(6<\/a><\/sup><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<ul><li><strong>Reizmittelharzung<\/strong> unter Behandlung der Risse mit Salzs\u00e4ure oder Schwefels\u00e4ure<\/li><li>Sulfid-Lauge, ein R\u00fcckstandsprodukt der Zellstoffgewinnung, wurde Ende der 1960er Jahre als Reizmittel im StFB M\u00fcllrose genutzt. So konnte der Harzertrag 1966 von 6.592 kg auf 9.229 kg im Jahr gesteigert werden. <sup><a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/harzung.htm#muellrose\">(12<\/a><\/sup><\/li><li>Nach 1945 bis zum Ende DDR 1989\/1990 betrieben, war die\u00a0 DDR in der <strong>Stimulationsharzung <\/strong>weltweit f\u00fchrend. Hierbei wurde mit <a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Holzbranntwein\">Sulfitspiritus<\/a>schlempe, sp\u00e4ter Hefeextrakt und <a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/2-Chlorethylphosphons\u00e4ure\">Etephon<\/a> unter Zusatz von <a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Herbizide\">Herbiziden<\/a> der Harzfluss erh\u00f6ht. Im Gegensatz zu Reizmitteln, die zur Verl\u00e4ngerung des Harzflusses ohne Steigerung der Ausbeute dienen, steigern Stimulationsmittel die Ausbeute ohne Verl\u00e4ngerung des Harzflusses. Damit war eine Steigerung auf 160 bis 200 g je Riss und Lachtenmeter (<em>Lam<\/em>) zu erreichen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Arbeitsg\u00e4nge:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Arbeitsg\u00e4ngen beim Harzen:<\/li><li>Verkabeln (Einteilung der Harzbest\u00e4nde)<\/li><li>Kluppen der B\u00e4ume<\/li><li>R\u00f6ten<\/li><li>Tropfrinne ziehen und Topfhalter einschlagen<\/li><li>Rei\u00dfen<\/li><li>Anbringen der Harzt\u00f6pfe<\/li><li>Sch\u00f6pfen<\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/Bundesarchiv_Bild_183-1987-0528-009.jpg\" alt=\"\" height=\"300\"\/><figcaption>28. Mai 1987 im StFB Jena, Klaus Heyn erkl\u00e4rt Auszubildenden zum Forstfacharbeiter das fachgerechte Entfernen der Rinde.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein <a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Harzer%20(Beruf)\">Harzer<\/a> hat ca. 5000 Kiefern (2400 Lam) bearbeitet, d.h. ger\u00f6tet, gerissen und gesch\u00f6pft.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/Bundesarchiv_Bild_183-57637-0001.jpg\" alt=\"\" height=\"450\"\/><figcaption>13.Juni 1958, Harzer der Magdeburger Privatfirma Preim\u00fcller, das Werk, das ein Drittel des gemeinsamen Aufkommen zu Kiefern-Balsamharz in der DDR verarbeitete, hatte staatliche Beteiligung beantragt, um den Betrieb ausbauen und noch weitere Aufgaben \u00fcbernehmen zu k\u00f6nnen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In der DDR wurden auch L\u00e4rchen geharzt. Ende der 1980er als <em>Flaschenharzung<\/em> mit schr\u00e4ger Bohrung im Stamm<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/Bundesarchiv_Bild_183-57637-0002.jpg\" alt=\"\" height=\"450\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Lebendharzung fand sich im 20. Jahrhundert in 65 % der L\u00e4nder mit niedrigem Lohnniveau (u. a. China, Vietnam und in der ehemaligen Sowjetunion).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Werkzeuge<\/strong> <sup><a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/harzung.htm#Ausstellung\">(5<\/a><\/sup><strong>:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>zum R\u00f6ten:<br>zweih\u00e4ndiger B\u00fcgelschaber oder B\u00fcgelschaber mit 2 parallelen Griffen \u2013<br>Schleifsteine zum Sch\u00e4rfen<br>Tropfrinnenzieher, kombiniert mit Hammer<br>Topfhalterausheber MKS Partner P 5000 mit R\u00f6teger\u00e4t aus mehreren, parallel<br>angeordneten kurzen Hobelzahnkettenst\u00fccken an der Schwertspitze Hochr\u00f6teger\u00e4t \u00a0<\/li><li>zum Rei\u00dfen: Handschutz mit Mauspolster beim Arbeiten mit Ger\u00e4ten zum Rei\u00dfen und Ausbringen von Stimulationsmitteln,<br>Harzhobel Salzwedel mit Pumpe,<br>Hobel 1 mit Tropfrinnenreiniger und Plasteflasche,<br>R\u00fcckendruckgef\u00e4\u00df \u201ePomosa\u201c mit Tragegestell, Spr\u00fchpistole und Harzhobel. standardisierter Hobel 1 der DDR mit und ohne Tropfrinnenreiniger f\u00fcr fallende Harzung (mit 2 F\u00fchrungsschienen) zum Anbringen der Risse standardisierter Hobel 2 der DDR Schleifsteine Stangenhobel f\u00fcr Hochharzung<br>Stangenhobel f\u00fcr Hochharzung zur Reizmittel- und Stimulationsharzung. \u00a0<\/li><li>Harzernte Hochtopfaushebel<br>Topfhalterentferner Spachtel zum entleeren der T\u00f6pfe<br>Harzeimer mit Sch\u00f6pfger\u00e4t und Topf<br>Tragegestelle zum Tragen der Harzt\u00f6pfe zu den Harzf\u00e4ssern<br>Nach Ende der Normalharzung erfolgte oft eine Mehrfach-, Hoch\u2013 und\/oder Zweitharzung<br>\u00a0<\/li><li>Ger\u00e4te der L\u00e4rchenharzung:<br>B\u00fcgelschaber<br>kleiner Bohrer zum Vorbohren<br>verschiedene Gr\u00f6\u00dfen von Holzpfropfen zur Vermeidung von Verunreinigung im Bohrloch, Ernte \u00fcber mehrere Jahre m\u00f6glich<br>gro\u00dfer Handbohrer zum Nachbohren des Bohrloches nach einj\u00e4hriger Ruhezeit<br>l\u00e4nglicher Sch\u00f6pfl\u00f6ffel<br>Schieber f\u00fcr den Sch\u00f6pfl\u00f6ffel<\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/fichtenharz.jpg\" alt=\"\" height=\"300\"\/><figcaption>Fichtenharz<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/laerchenharz.png\" alt=\"\" height=\"300\"\/><figcaption>L\u00e4rchenharz<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Verwendung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Terpentin\u00f6l ist fl\u00fcchtig und wird zur Campher-Herstellung verwendet. Campher wird \u00fcber alpha-Pinen aus Terpentin hergestellt. Es ist ein bicyclisches Terpenketon, welches fr\u00fcher aus dem Campherbaum (Laurus camphora) gewonnen wurde<\/p>\n\n\n\n<p>Verwendungen von Terpentin\u00f6l:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Terpentin\u00f6l f\u00fcr Farben- und Lackindustrie (L\u00f6sungsmittel )<\/li><li>Herstellung synthetischen Kampfers<\/li><li><em>Venezianisches Terpentin <\/em>der L\u00e4rche f\u00fcr die \u00d6lmalerei<\/li><li>Schuhcreme<\/li><li>Riechstoffe<\/li><li>Antiseptika<\/li><li>Arzneimittel<\/li><li>Celluloidherstellung<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Nutzung der etwa 1,3 Mio. t j\u00e4hrlich weltweiten Kolophoniumproduktion :<\/p>\n\n\n\n<ul><li>28 % in der Papierindustrie<\/li><li>10 % in der Seifenindustrie<\/li><li>8 % in der Lackindustrie<\/li><li>7 % f\u00fcr Linoleum<\/li><li>5 % f\u00fcr Buchdruckerfarben und Kabelindustrie<\/li><li>37 % f\u00fcr sonstige Verwendungen (u. a. in der Gummiindustrie als Weichmacher und Emulgator, Produktion von synthetischem Kautschuk, als Optikpech etc.)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>L\u00e4rchenharz<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Durch Stammfu\u00dfbohrungen gewonnen und f\u00fcr optische Zwecke verwendet. Diese Nutzung fand fast ausschlie\u00dflich im StFB Haldensleben an etwa 120 Jahre alten L\u00e4rchen mit einem L\u00e4ngsriss im Inneren statt, in welchem sich das Harz gesammelt hat (Harztaschen). 4 Jahre lang wurde geharzt, ab 3. Jahr nur 2-mal im Jahr mit einem Ertrag von etwa 2 kg pro Baum\/Jahr.<\/li><li>L\u00e4rchenharz bleibt bei normalen Temperaturen stets fl\u00fcssig und wurde zusammen mit dem transparent austrocknenden&nbsp; <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kanadabalsam\" rel=\"noreferrer noopener\">Kanadabalsam<\/a> (Harz der <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Balsamtanne\" rel=\"noreferrer noopener\">Balsam-Tanne<\/a> Abies balsamea) als Optikkitt verwendet.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><em>\u201ePiering-Pech\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Die Pechsiederei in Eich, ab 1972 <em>VEB Pechsiederei Eich<\/em> produzierte das so genannte <em>\u201ePiering-Pech\u201c<\/em> = Kolophonium in breiter Produktpalette. Unter anderem war das <em>Vogtl\u00e4nder Fichtenpech<\/em> begehrt, es wurde mit offener Flamme in Bier-Lagerf\u00e4sser gepicht. Dadurch wurde bei Pilsner ein leicht bitterer Geschmack hervorgerufen, der nach dem 3. bis 4. Glas zum Mehrtrinken anregen soll.<\/li><li>Auch Weinf\u00e4sser wurden mit Kolophonium ausgepicht. <a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Retsina\">Redsina<\/a> ist ein Wein, der seinen typischen Geschmack auch heute noch dem Harz verdankt. Da diese Weinf\u00e4sser nicht mehr aus Holz bestehen oder zumindest nicht mehr ausgepicht werden, wird pro Hektoliter Wein 1 kg Kolophonium zugegeben.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Verarbeitung von gef\u00e4llten B\u00e4umen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>in Pech\u00f6fen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized is-style-twentytwentyone-border\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/teerofen.jpg\" alt=\"Der Teerbrenner von Johann Wilhelm Meil (1733-1805)\" width=\"333\" height=\"300\"\/><figcaption>Pechofen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<ul><li>Aus Scheitholz, Wurzel- oder Stockholz, Sp\u00e4nen, S\u00e4gemehl oder Nadeln durch Verkohlung im Meiler, in der Teergrube oder im Grabe- bzw. Hangmeiler, wurde Pech gewonnen. Das Pech wurde durch Absch\u00f6pfen der Verunreinigung oder Durchseihen der geschmolzenen Masse grob gereinigt.<\/li><li>Im Mittelalter entstand das Doppeltopfverfahren &#8211; auf einem Auffanggef\u00e4\u00df sa\u00df ein Beh\u00e4lter mit Lochboden, in dem sich das harzhaltige Holz befand. Die Beh\u00e4lter wurden mit Brennholz umgeben und eingegraben. Nach drei Stunden Brenndauer entstand sehr d\u00fcnnfl\u00fcssiges Pech mit hohem Terpentinanteil, durch weiteres Kochen und Verdunstung des Terpentins wurde das Pech z\u00e4hfl\u00fcssiger.<\/li><li>Um 1850 wurde die gewerbliche Pechsiederei durch die industrielle Produktion verdr\u00e4ngt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>durch Wasserdampfdestillation:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/destille.png\" alt=\"\" height=\"300\"\/><figcaption>Destillationsapparatur<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<ul><li>Das <em>Pechsieden<\/em> erfolgte sp\u00e4ter in Kesseln, \u00fcber denen eine Haube mit abf\u00fchrender Dunstr\u00f6hre angebracht war, damit das durch die Hitze gasf\u00f6rmig gewordene Terpentin\u00f6l und Wasser kondensieren und in einem Gef\u00e4\u00df aufgefangen werden konnte.<\/li><li>Das Terpentin\u00f6l-Wasser-Gemisch wurde in schmale, hohe Beh\u00e4lter gef\u00fcllt, damit sich das leichtere Terpentin\u00f6l auf dem Wasser schichtete und abgesch\u00fcttet werden konnte. Das vom Terpentin\u00f6l befreite Pech war nach dem Erkalten Kolophonium.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>mit L\u00f6sungsmitteln:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><a>Extraktion von Kiefernstockholz<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>in den USA wird seit 1910 etwa 5 % der Weltharzproduktion aus dem harzreichen Kiefernstockholz gewonnen. Dabei wird Wurzelharz (Kolophonium) und Holzterpentin\u00f6l erzeugt.<\/li><li>Das Holz wird mit \u00fcberhitztem Wasserdampf behandelt und das restliche Harz mittels Benzol, Leichtbenzin oder Alkohol aus dem Holz geweicht.<\/li><li>Nach dem Kienitz-Verfahren wird Kiefernstockholz mit Terpentin\u00f6l getr\u00e4nkt oder bedampft und erhitzt. So kann f\u00fcr den erneuten Vorgang das Terpentin\u00f6l als Kondensat aufgefangen und erneut eingesetzt werden.<sup><a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/harzung.htm#zankoff\">(7<\/a><\/sup><\/li><li>Das entharzte Holz ist Rohstoff der Zellstoffindustrie<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong><a>Tall\u00f6ldestillation<\/a> im <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sulfatverfahren%20(Papierherstellung)\" rel=\"noreferrer noopener\">Sulfatzellstoffverfahren<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li><a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tall\u00f6l\">Tall\u00f6l<\/a> (schwedisch <em>Tall<\/em> = <em>Kiefer<\/em>)<\/li><li>durch Verseifung des Harzes mit \u00c4tznatron oder<\/li><li>durch Verseifung im Sulfatzellstoffprozess entsteht eine Rohseife aus Harz und Fett, diese schwimmt auf der Schwarzlauge (<em>Sulfatseife<\/em>). Dieses schwimmende Rohtall\u00f6l wird seit den 1930er Jahren durch Zusatz von <a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwefels\u00e4ure\">Schwefels\u00e4ure<\/a> in Harz &#8211; und Fetts\u00e4uren (<em>Sulfatholzterpentin\u00f6l<\/em>) getrennt<\/li><li>nach der folgenden Destillation und Raffination erh\u00e4lt man Tallharz (Kolophonium) und Terpentin<\/li><li>Ausbeute pro Tonne 90% Zellstoff etwa 30 kg Tall\u00f6l, durch weitere Sulfatkochung zus\u00e4tzlich 10 kg Terpentin <sup><a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/harzung.htm#zankoff\">(<\/a><\/sup><a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/harzung.htm#zankoff\"><sup>8<\/sup><\/a><\/li><li>1 m<sup>3<\/sup> Kiefern-Faserholz ergibt 2,8 kg Tallharz<\/li><li>Hauptproduzenten USA, China und Finnland (30 % der Weltharzproduktion)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/harzungscheibe.png\" alt=\"\" height=\"300\"\/><figcaption>eharzter Baum mit zwei Lebendstreifen im Querschnitt,<br>Verkienung beeintr\u00e4chtigt den Holzvermarktung, der Baum nimmt gesundheitlich zumeist wenig Schaden<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Harzproduktion im 21. Jahrhundert<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized is-style-twentytwentyone-border\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/harzbaum.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Eine Projektstudie \u00fcber nachwachsende Rohstoffe in \u00d6sterreich ergab:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Zukunftschancen als forstlicher Nebenerwerb<\/li><li>Voraussetzungen sind ein vorhandener geeigneter Kieferbestand, Pecher, die harzen, und Weiterverarbeitung im eigenen Betrieb<\/li><li>pro Baum\/Jahr 4-5 kg Harzgewinnung m\u00f6glich<\/li><li>Betriebe k\u00f6nnten auf 20-25 t Harz im Jahr kommen<\/li><li>im Jahre 2011 mussten 2,50 \u20ac pro kg Harz an die Pecher ausbezahlt werden<\/li><li>Vermarktung etwa 80 % (20 t) als Rohharz und 20 % (5 t) als hochwertig weiter verarbeitetes Naturprodukt (z.B. Natur-Kosmetikprodukte, Geigenharz und Naturfarben)<\/li><li>vorhandene betriebseigene Vakuumdestillationsanlage erzeugt Terpentin\u00f6l und Kolophonium (20 % Terpentin\u00f6l, 70 % Kolophonium, 10 % sind Verluste durch Verschmutzung und Wasser)<\/li><li>Balsamharzgewinnung f\u00fcr Natur- und Kosmetikprodukte (etwa 5 t der Harzausbeute\/Jahr), da nur das Maipech und Oktoberharz verwendbar sind<\/li><li>Umsatz des Betriebes wird zu 50 % aus dem Rohharzverkauf und zu 50 % aus dem Kosmetikverkauf erzielt<\/li><li>Die Kosten w\u00fcrden sich aufteilen in: 50% Rohharz- und Verarbeitungskosten, 10% Verpackung, 20% Versand, Marketing und sonstige Kosten.<\/li><li>20 % der Erl\u00f6se aus dem Kosmetikverkauf k\u00f6nnen als Reingewinn angenommen werden <sup><a href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/harzung.htm#pech\">(11<\/a><\/sup><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Tradition<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-style-twentytwentyone-border\"><img src=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/images\/koehlerei.png\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<ul><li>Tradition waren z.B. in \u00d6sterreich <em>Pecher-Kirtage<\/em>, bei denen Berufslieder &#8211; vierzeilige Standeslieder &#8211; gesungen wurden.<\/li><li>&#8222;Pechersterz&#8220;, w\u00fcrfelig geschnittenes, altbackenes Schwarzbrot, das mit Schweineschmalz in einer Pfanne ger\u00f6stet und mit etwas Salz gew\u00fcrzt wurde.<\/li><li>Ein Festmahl, der <em>Pechhahn<\/em>, kr\u00f6nte das Arbeitsjahr.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Da Pecha<\/p>\n\n\n\n<p>Wia a Kirtag ohne Musi,<br>wia a Bua ohne Gschpusi,<br>wia a Jaga ohne Gwehr,<br>wia a Schneider ohne Scher,<br>wia a Sabel ohne Schneid,<br>wia a Maderl ohne Freud,<br>wia a Gsch\u00fctz, was net kracht,<br>wia a alte Ba\u00dfgeign vastimmt,<br>a so is da Pecha, wann koa Pech abarinnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Pecherlied<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcrs Pech hon ih mei Hackel,<br>F\u00fcrs Haserl mei Bix;<br>F\u00fcr&#8217;n Jager a por dicke F\u00e4ust,<br>F\u00fcrs Mensch hon ih nix\u2026<br>Nix is ollszweng, hot&#8217;s gsogt,<br>Hot mih ba da T\u00fcr ausgjogt;<br>Hiazt geh ih und pr\u00fcgl an Jager o,<br>Da\u00df ih an Unterholtin ho\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>2011 wurde die Pecherei, in die nationale Liste des immateriellen Kulturerbes \u00d6sterreichs aufgenommen<\/p>\n\n\n\n<p>Quellen:<\/p>\n\n\n\n<ul style=\"font-size:12px\"><li>Bild Werkzeuge: <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/User:Leyo\" rel=\"noreferrer noopener\">Leyo<\/a><\/li><li>Bild Pechbaum (Ernst Schagl) und Bearbeitung (<a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Benutzer:Petwoe\" rel=\"noreferrer noopener\">PeterW<\/a>)<\/li><li>Horst Sturm: Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), <a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.bild.bundesarchiv.de\/archives\/barchpic\/search\/?search[form][SIGNATUR]=Bild+183-28846-0010\">Bild 183-28846-0010<\/a><\/li><li>Jan Peter Kasper, Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), <a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.bild.bundesarchiv.de\/archives\/barchpic\/search\/?search[form][SIGNATUR]=Bild+183-1987-0528-009\">Bild 183-1987-0528-009<\/a><\/li><li>Biscan: Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), <a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.bild.bundesarchiv.de\/archives\/barchpic\/search\/?search[form][SIGNATUR]=Bild+183-57637-0001\">Bild 183-57637-0001<\/a><\/li><li>Biscan: Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), <a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.bild.bundesarchiv.de\/archives\/barchpic\/search\/?search[form][SIGNATUR]=Bild+183-57637-0002\">Bild 183-57637-0002<\/a><\/li><li><sup><a>(1 2<\/a>&nbsp; <\/sup>Dr. Richard He\u00df <em>&#8222;Der Forstschutz&#8220;<\/em>, Erster Band, Teubner Leipzig 1898, S. 92<\/li><li><sup><a>(3<\/a><\/sup> Holtzendorff, Rudolf Virchow, Wilhelm Wattenbach:<em> Sammlung gemeinverst\u00e4ndlicher wissenschaftlicher Vortr\u00e4ge<\/em>, XV. Serie, Hest 337-360, Habel Berlin 1880, S. 6<\/li><li><sup><a>(4 <\/a><\/sup>Elisabeth Weinberger: Waldnutzung und Waldgewerbe in Altbayern im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert (=Vierteljahrschrift f\u00fcr Sozial- und Wirtschaftsgeschichte \u2013 Beihefte Band 157), Franz Steiner Verlag 2001, S. 92<\/li><li><sup><a>(5<\/a><\/sup> \u201eHarzung in Deutschland von 1917 bis 1989\u201c Arbeitskreis Naturstoff Holz, Baruth\/Mark<\/li><li><sup><a>(6<\/a><\/sup> Karl Gayer; Ludwig Fabricius: Die Forstbenutzung, ein Lehr- und Handbuch, 12. Auflage, D. Harznutzungsverfahren, Parey Berlin 1921, S. 548ff<\/li><li>Ursula Schnabl: Vom Gl\u00fcck mit dem Pech (die traditionelle Nutzung und Gewinnung pflanzlicher Rohstoffe und Arbeitsmaterialien am Beispiel der \u00f6sterreichischen Harzgewinnung), Diplomarbeit am Institut f\u00fcr Botanik der Universit\u00e4t f\u00fcr Bodenkultur, Wien, 2001<\/li><li><sup><a>(<\/a><\/sup><a><sup>7 8<\/sup><\/a> Nikola Zankoff: Untersuchungen \u00fcber Harzgehalt und einige physikalische Eigenschaften des Holzes der bulgarischen Nadelh\u00f6lzer Peuce (P. Peuce Griseb.), Kiefer(P. Silvestris L.) und Schwarzkiefer(P. Nigricans Host.-P. Nigra Arnold var. Austriaca Aschers), Sofia 1941, S. 100<\/li><li><sup><a>(9<\/a><\/sup>&nbsp; Prof. Dr. Frommhold, Vorlesungen, FH Eberswalde:&nbsp; <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www6.fh-eberswalde.de\/forst\/forstnutzung\/diplom_fowi\/homepage\/dokumente\/Vorlesungen\/vorlesung%207.pdf\" rel=\"noreferrer noopener\">forstliche Nebennutzung (DDR)<\/a><\/li><li><sup><a>(10<\/a><\/sup> Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 1 Stuttgart, Leipzig 1920., S. 272-274<\/li><li><sup><a>(11<\/a><\/sup> H\u00f6glhammer, A.; Klinglm\u00fcller, M.; Moschner, U.; Vacik, H. (2008): Pech f\u00fcr die Haut \u2013 Harz als forstliche Nebennutzung, Bakkalaureatsarbeit, Universit\u00e4t f\u00fcr Bodenkultur, Wien<\/li><li><sup><a>(12<\/a> <\/sup>ZB-Blo\u00dffeld-3.5.1967-Frankfurt-Oder, Material zur Woche des Waldes und der XI. Naturschutzwoche v. 14.5.-21.5.1967<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p style=\"font-size:12px\">Wikipedia, Wikimedia <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/7\/79\/CC_some_rights_reserved.svg\/90px-CC_some_rights_reserved.svg.png\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/2\/29\/Cc-sa.svg\/24px-Cc-sa.svg.png\" alt=\"Weitergabe unter gleichen Bedingungen\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/1\/11\/Cc-by_new_white.svg\/24px-Cc-by_new_white.svg.png\" alt=\"Namensnennung\"\/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Pechern, Pichern, Pechscharrern, Theerbrennern und Harzern Harz enth\u00e4lt ca. 2,2 bis 6,4 % Schmutz, 5,0 bis 8,8 % Wasser, 13,4 bis 18,3 % Terpentin, der Restprozentsatz ist Kolophonium Bei der Destillation zerf\u00e4llt Harz in Kolophonium und Terpentin\u00f6l. Bereits bei den alten Griechen und R\u00f6mern wurde&nbsp;Baumsaft (Terpentin, Balsam) verschiedener Abies-, Pinus&#8211; und Pistacia-Arten als Heilmittel&hellip; <a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/?page_id=118\"><span class=\"screen-reader-text\">Harzung<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":105,"menu_order":1,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/118"}],"collection":[{"href":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=118"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/118\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127,"href":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/118\/revisions\/127"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/105"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/forstwirtin.bplaced.net\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=118"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}